Zypern Rundreise - unsere Route zwischen Städten, Ruinen und Meer

Mitte Oktober wollten wir dem eher bescheidenen Wetter in Wien entfliehen und noch einmal ein wenig Sommer genießen. Unsere Wahl fiel auf Zypern: Die Insel versprach uns glasklares Wasser, schöne Strände und zahlreiche historische Stätten. Gerade die Mischung aus antiken Ruinen, lebendigen Städten und abwechslungsreichen Landschaften machte uns neugierig.

Im Oktober 2024 flogen wir also mit Ryanair von Wien nach Paphos und erkundeten die Insel mit dem Mietwagen. Unsere Zypern-Rundreise führte uns mit acht Übernachtungen von Paphos über Limassol nach Larnaca. Dazu kamen Ausflüge in die Avakas-Schlucht, zu den Dörfern im Hinterland von Limassol, an die Strände im Südosten und nach Nikosia. Zurück nach Wien ging es vom Flughafen Larnaca.

Unsere Zypern-Rundreise im Überblick

Wir entschieden uns für drei feste Übernachtungsorte und erkundeten deren Umgebung jeweils bei Ausflügen. So konnten wir die Reise von Westen nach Osten aufbauen und mussten nur zweimal die Unterkunft wechseln. Unsere Stationen lagen im Süden der Insel; in Nikosia besuchten wir auch den nördlichen Teil der Stadt.

Die wichtigsten Eckdaten unserer Zypern-Rundreise

Reisezeit
Oktober 2024
Reisedauer
8 Übernachtungen
Route
Paphos → Limassol → Larnaca
Anreise und Rückreise
Hinflug Wien–Paphos, Rückflug Larnaca–Wien; Flugzeit jeweils rund dreieinhalb Stunden
Reiseart
Individuelle Rundreise mit dem Mietwagen
Übernachtungen
3 Nächte Paphos · 2 Nächte Limassol · 3 Nächte Larnaca
Schwerpunkte
Historische Stätten, Städte, Architektur, Natur und Strand

Warum eine Zypern-Rundreise?

Zypern eignet sich wunderbar für eine Reise von rund einer Woche. Mit den Flughäfen in Paphos und Larnaca ist die Insel gut erreichbar, und besonders der Süden lässt sich bei einem abwechslungsreichen Roadtrip entdecken. Historische Ausgrabungsstätten, lebendige Städte, eindrucksvolle Wandergebiete und kleine Bergdörfer wechseln sich mit traumhaften Stränden ab. Gerade wenn ihr euch wie wir für Architektur und die Geschichten hinter den Orten interessiert, gibt es unterwegs viel zu entdecken – und zwischendurch bleibt Zeit, das Meer und die entspannte Atmosphäre der Insel zu genießen.

Die wichtigsten Stationen unserer Route

Paphos und Umgebung: ein Mix aus Kultur und Natur

Unsere Reise startete am Flughafen Paphos, den wir als angenehm überschaubar und gut organisiert empfanden. Von dort ging es direkt in die Stadt, wo wir drei Nächte verbrachten. Unsere Unterkunft lag am Hafen und nahe den archäologischen Stätten – ein praktischer Ausgangspunkt für den Beginn der Rundreise.

In Paphos lernten wir zwei unterschiedliche Seiten kennen: das Hafenviertel Kato Paphos und die höher gelegene Altstadt. Gut gefallen hat uns auch der archäologische Park von Nea Paphos mit seinen gut erhaltenen römischen Mosaiken. Er gehört ebenso wie die Königsgräber von Paphos zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Abseits der Stadt führte uns ein Ausflug in die Avakas-Schlucht mit seinen steilen Felswänden. Für die Wanderung durch die Schlucht solltet ihr rund eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Die Schlucht lässt sich mit dem Lara Beach kombinieren. Der sehr langgezogene Sandstrand ist auch für seine Meeresschildkröten bekannt und im September oder Oktober schlüpfen vielleicht Babyschildkröten aus den Nestern am Stand. 

Limassol: antike Stätten, moderne Marina und Dörfer im Hinterland

Schon der Weg von Paphos nach Limassol wurde bei uns zum Besichtigungstag. Zuerst machten einen Abstecher zum verlassenen Dorf Foinikas am Asprokremmos-Stausee, die Ruinen hatten uns bei der Recherche neugierig gemacht, vor Ort wurde es allerdings spannend. Mehr dazu findet ihr in unserem Artikel zu Limassol. 

Danach hielten wir am Aphrodite´s Beach. Der Küstenabschnitt, an dem Aphrodite der Sage nach dem Meer entstiegen sein soll, liegt perfekt für eine kleine Pause und eine kurze Abkühlung. Anschließend ging es noch weiter nach Kourion. Die archäologische Stätte mit ihrem antiken Theater und dem tollen Blick über das Meer.

In Limassol verbrachten wir zwei Nächte in einem Hotel in der Nähe des Hafens. Die Stadt bietet eine spannende Mischung aus Alt und Neu: Auf der einen Seite liegen die kleinen Gassen und Restaurants der Altstadt, auf der anderen der moderne Hafen. Gerade dieser Kontrast macht die Stadt sehr spannend.

Einen Tagesausflug machten wir nach Omodos und Laneia. Zwei malerische Bergdörfer am Fuße des Troodos-Gebirge nördlich von Limassol. Omodos ist dabei deutlich größer und touristischer als Laneia und bietet auch zahlreiche Restaurants und kleine Geschäfte und ist vor allem für den Weinbau bekannt. In Laneia waren wir gefühlt die einzigen Touristen und auch sonst war kaum etwas los, aber für einen kurzen Spaziergang durch die malerischen Gassen hat es sich definitiv gelohnt.  

Am Rückweg nach Limassol machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Kouris Staudamm, einem der größten Wasserreservoirs auf Zypern. Am nördlichen Ufer des Reservoirs liegt die Saint Nicholas Church, wie viel von der Kirche zu sehen ist, hängt vom Wasserstand ab. Im Frühjahr steht die Kirche teilweise Unterwasser, was man im Herbst dafür kaum für möglich hält. Mit diesen sehr unterschiedlichen Orten ist Limassol ein perfekter Ausgangspunkt, um auch das Hinterland der Küste samt seiner beeindruckenden Landschaft kennenzulernen.

Larnaca: entspannter Abschluss und Ausflüge nach Nikosia und ans Meer

Unsere letzte Station war Larnaca. Hier verbrachten wir drei Nächte in einem tollen Apartment nahe der Promenade. Die entspannte Atmosphäre, die Tavernen und leckerem Essen machten Larnaca zu einem tollen letzten Spot für unsere Zypern Rundreise.

Von Larnaca aus unternahmen wir Ausflüge an die Strände im Südosten der Insel. Zum Beispiel an den Turtle Bay, das Kap Greco, die Bridge of Love, oder die bekanntesten Strände der Insel um Ayia Napa, den Nissi Beach und den Makronissos Beach. Vor allem in Ayia Napa hat man allerdings gemerkt, dass Zypern der ideale Ort ist um auch im Oktober noch den Sommer zu genießen, denn die freie Plätze waren rar, was bei solchen traumhaften Stränden auch kein Wunder ist. 

Ein weiterer Tagesausflug von Larnaca führte uns nach Nikosia. Durch die Hauptstadt verläuft die von den Vereinten Nationen überwachte Pufferzone, die häufig als Green Line bezeichnet wird. Wir überquerten einen der Übergänge und erkundeten auch den nördlichen, türkisch-zyprisch geprägten Teil der Stadt.

Die unterschiedlichen Stadtbilder und historischen Gebäude, darunter die Selimiye-Moschee im Norden, machten Nikosia für uns zu einem besonders eindrucksvollen Ausflug. Und es war spannend die Geschichte der Insel auch etwas näher kennen zu lernen.

Am letzten Tag in Larnaca erkundeten wir noch ein letztes Mal die charmante Stadt und genossen unseren letzten Tag auf Zypern, bevor es zum zum Flughafen Larnaca und zurück nach Wien ging.

Warum wir Zypern mit dem Mietwagen bereist haben

Für unsere Kombination aus Städten, Ausgrabungsstätten, Dörfern und Stränden war ein Mietwagen unverzichtbar. Besonders auf dem Weg nach Limassol konnten wir mehrere Orte miteinander verbinden und unterwegs selbst entscheiden, wo wir eine Pause einlegen möchten. Auch die Ausflüge ins Hinterland ließen sich so flexibel gestalten.

Falls ihr nur die Städte und Ausgrabungsstätten erkunden wollt, wäre das auch mit den öffentlichen Bussen und diversen Shuttle Bussen möglich und ihr könntet auf einen Mietwagen verzichten.  

Was wir auf Zypern gelernt haben: eine auf Google Maps eingetragene Verbindung auf der Karte ist nicht automatisch eine geeignete Straße. Unbefestigte Zufahrten würden wir vorab genauer prüfen und im Zweifel auslassen. Das gilt vor allem für den Weg zum Templerstadt Foinikas, die wir im Nachhinein auslassen hätten sollen, als auch für den abgelegeneren Küstenabschnitt um den Lara Beach - hier allerdings vor allem bei schlechtem Wetter.

 

Wenn ihr wie wir in Paphos ankommt und ab Larnaca zurückfliegt, prüft bei der Mietwagensuche auch die Rückgabe an einem anderen Ort, es gibt einige Anbieter die die Rückgabe an einem anderen Ort ohne Zusatzkosten ermöglichen. Falls für eure Überlegungen wichtig ist, auf Zypern herrscht Linksverkehr. Aufgrund des geringen Verkehrs fanden wir es allerdings nicht schlimm und haben uns sehr schnell daran gewöhnt.

Unsere Übernachtungsorte auf Zypern

Wir verteilten die acht Nächte auf drei Unterkünfte. Dabei war uns vor allem wichtig, abends noch zu Fuß etwas unternehmen zu können und zugleich einen passenden Ausgangspunkt für unsere Ausflüge zu haben.

Bei einer ähnlichen Route würden wir neben der Lage auch auf die Parkmöglichkeiten achten. Für die Abende ist eine gut zu Fuß erreichbare Umgebung angenehm. Für die Ausflüge sollte sich die Unterkunft zugleich unkompliziert mit dem Auto erreichen lassen.  

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Unsere Erfahrungen mit Zypern im Oktober

Für uns war die Reise im Oktober eine schöne Gelegenheit, den Sommer noch etwas zu verlängern. Wir konnten die Zeit am Meer genießen und zugleich viele historische Orte und Städte erkunden. Genau diese Kombination hatte uns bei der Planung überzeugt.

Aber natürlich gibt es auch auf Zypern keine Wettergarantie. Für eine ähnliche Reise würden wir Strandtage und Besichtigungen flexibel verteilen und Wanderungen wie die Avakas-Schlucht vom Wetter und den aktuellen Bedingungen vor Ort abhängig machen.

Vorteile und Nachteile unserer Route

Der größte Vorteil war für uns die Abwechslung: Die römischen Mosaiken in Paphos, das Theater von Kourion, die Dörfer im Hinterland und die Strände im Südosten ließen sich in einer Reise verbinden. Mit drei festen Ausgangspunkten mussten wir dafür nicht täglich die Koffer packen. Auch die Ankunft in Paphos und der Rückflug ab Larnaca haben die Reise etwas entspannter gestaltet.

Gleichzeitig waren die acht Nächte mit mehreren Ausflügen gut gefüllt. Drei Nächte an einem Ort bedeuten nicht automatisch drei volle Besichtigungstage. Besonders für Larnaca selbst blieb durch die Fahrten nach Nikosia und an die Strände weniger Zeit. Wer länger am Meer bleiben oder intensiver wandern möchte, sollte zusätzliche Nächte einplanen oder einzelne Ausflüge weglassen.

Im Nachhinein würden wir vor allem den Abstecher zur Templerstadt Foinikas weglasse, auch wenn die Landschaft rund um das Asprokremmos Reservoir sehr beeindruckend ist. Falls ihr aber unbedingt die Ruinen besuchen wollt, verbindet es mit einer kleinen Wanderung und lasst das Auto in einem der Umliegenden Dörfer oder am Nordufer des Reservoirs stehen.

Unser Fazit zur Zypern-Rundreise

Zypern hat uns mit seiner Mischung aus Geschichte, Landschaft und Meer sehr gut gefallen. Die Insel bot uns das erhoffte Sommergefühl und gleichzeitig viele Orte, die weit über einen klassischen Strandurlaub hinausgehen.

Die Aufteilung auf drei Nächte Paphos, zwei Nächte Limassol und drei Nächte Larnaca war eine gute Grundlage für unsere Erkundungen. Wenn ihr Kultur, Architektur und Zeit am Meer miteinander verbinden möchtet, könnt ihr unsere Route als Ausgangspunkt nehmen und die Ausflüge ein wenig an euren Geschmack anpassen.

Andere Rundreisen erkunden

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Kontakt und Fragen

Habt ihr Fragen zu unserer Zypern-Rundreise oder möchtet mehr über einen der besuchten Orte wissen? Schreibt uns gerne eine E-Mail oder meldet euch auf Instagram unter @traveljourney_me.