Ubud Reisetipps: Tempel, Reisterrassen und Dschungel
Ubud gilt als kulturelles Herz Balis und kombiniert Tempel, Reisterrassen, Dschungel und tolle Cafés und Restaurants. Für uns war es der perfekte Stopp nach Java, um etwas runterzukommen, durch Reisfelder zu spazieren und die typischen Bali‑Vibes zu genießen. Ubud eignet sich ideal für Reisende, die Natur und Kultur kombinieren wollen, aber auch für Yoga‑Fans, Foodies, Fotografie‑Liebhaber und alle, die nicht nur Strand suchen.
Beste Reisezeit für Ubud
Die beste Reisezeit für Ubud ist grob von Mai bis Oktober in der Trockenzeit, wenn Wanderungen, Tempelbesuche und Rollerfahrten deutlich angenehmer sind. Wir würden für Ubud mindestens 3–4 Nächte einplanen, um sowohl die Stadt, als auch umliegende Tempel, Wasserfälle und Reisterrassen in Ruhe erkunden zu können und noch Zeit zu haben, die ganz besondere Atmosphäre von Ubud aufzusaugen.
Anreise nach Ubud
Wir sind von Surabaya nach Denpasar geflogen und anschließend mit Gojek direkt vom Flughafen nach Ubud gefahren. Vom Flughafen Denpasar (DPS) nach Ubud braucht iht je nach Verkehr etwa 1,5–2 Stunden. Zu Stoßzeiten kann es auch deutlich länger dauern. Am einfachsten ist ein natürlich einen Fahrer von Grab oder Gojek zu buchen, die Indonesischen Ubud Pendants: App öffnen, Abholpunkt am Flughafen wählen, Ziel eingeben und den Festpreis bestätigen. Alternativ gibt es feste Airport‑Taxis oder vorab gebuchte Transfers, zum Beispiel über Booking.com, Trip.com* oder 12Go*, die sich vor allem lohnen, wenn ihr mit viel Gepäck oder als Familie unterwegs seid.
Highlights in Ubud
Ubud Monkey Forest
Der Sacred Monkey Forest Sanctuary liegt direkt am südlichen Rand des Zentrums und ist einer der bekanntesten Orte in Ubud. In einem kleinen Dschungelgebiet mit Tempelruinen und moosbewachsenen Statuen leben über 1.000 Langschwanzmakaken, die bei einem Spaziergang durch das Gebiet auf befestigten Wegen beobachten kannst. Passt auf jeden Fall auf eure Taschen auf und achtet darauf, dass ihr keine losen Gegenstände dabei habt, auch nicht in euren Hosentaschen. Ebenso solltet ihr kein Essen dabei haben, die Affen sind sehr neugierig und können recht aufdringlich werden. Und denkt daran, die Affen sind immer noch Wildtiere, auch wenn sie natürlich an viele Menschen gewöhnt sind!
Plant für einen Besuch eine bis zwei Stunden ein, denn an tollen Fotomotiven mangelt es definitiv nicht! Am besten kommt ihr möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag.
Ubud Palace & Saraswati Tempel
Mitten im Zentrum stehen der Ubud Palace (Puri Saren Agung) und nur wenige Schritte daneben der nicht weniger beeindruckende Saraswati Tempel mit seinem Lotus‑Teich. Der Palast stammt aus dem 19. Jahrhundert und zeigt typisch balinesische Architektur mit geschnitzten Holztoren und Steinfiguren. Ihr könnt durch die Innenhöfe spazieren und tolle Statuen in spannenden Lichtstimmungen bestaunen. Abends finden im Ubud Palace auch oft traditionelle Tanzvorführungen oder andere Aufführungen statt.
Der nebenan liegende Saraswati Tempel ist besonders fotogen mit den symmetrischen Wegen durch den Teich hin zum reich verzierten Eingang – ideal am frühen Morgen, bevor die Tagestouren eintreffen, oder am späten Nachmittag. Der Eintritt zum Ubud Palace ist, außer während Vorführungen kostenlos, beim Saraswati Temple bezahlt ihr etwa drei Euro Eintritt. Am besten besucht ihr die Tempel während eines längeren Spaziergang durch das Zentrum von Ubud.
Ubud Art Market & Shopping
Falls ihr ein wenig Shoppen wollt, oder einfach ein Souvenir sucht, gibt es gleich gegenüber vom Ubud Palace den Ubud Art Market, wo du Stoffe, Batik, Körbe, Holzschnitzereien und sämtliche Souvenirs findest. Die Stände sind dicht aneinandergereiht und die Auswahl riesig, verhandeln haben wir aber auch hier nicht gelernt, vielleicht könnt ihr es ja besser. Geöffnet ist der Markt von 10 bis 17 Uhr, am angenehmsten ist ein Besuch wohl am Vormittag, wenn es noch nicht so voll ist. Auch rund um den Market gibt es viele tolle Shops die ihr während eines Bummels durch Ubud erkunden könnt, uns haben zum Beispiel einige Schmuckateliers sehr gut gefallen. Was auch daran liegt, dass in der Region um Ubud eine sehr lange Tradition in der Gold- und Silberschmiedekunst besteht.
Silberschmiedekurs in Ubud
Aufgrund der langen Tradition an Gold- und Silberschmieden gibt es auch viele Anbieter für Silberschmiedekurse. Da es in Yogyakarta nicht geklappt hat, haben wir uns in Ubud dazu entschieden einen der Kurse zu besuchen, und es war ein tolles Erlebnis. Die Ringe haben wir übrigens immer noch Zuhause, auch wenn sie mittlerweile sehr zerkratzt und teilweise verbogen sind. Wir haben uns für einen Kurz bei Ubud Silversmith Jewelry entschieden und einfach im vorbeigehen gefragt wann wir vorbeikommen können. Zu Beginn könnt ihr euch ein Muster aussuchen, und in der nächsten Stunde versucht ihr unter Anleitung der sehr motivierten und freundlichen Helfer eure Vorlage nachzubauen. Uns hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und es war interessant zu sehen wie die Ringe in Handarbeit hergestellt werden können.
Campuhan Ridge Walk
Besonders beeindruckt haben uns in Ubud die traumhaften Wege durch die endlos scheinenden Reisfelder, in und um der Stadt. Am längsten lassen sich diese natürlich mit einer Unterkunft inmitten der Reisfelder genießen. Falls ihr diese nicht habt, müsst ihr aber auf jeden Fall einen Spaziergang entlang des Campuhan Ridge Walk, oder einen der umliegenden Wege durch die Reisfelder machen! Der Pfad startet am westlichen Ende des Stadtzentrums und führt rund 2 km durch Palmen, Graslandschaften und endlose Reisfelder – ohne großen Anstieg, dafür mit tollem Ausblick. Ebenfalls empfehlen können wir einen Spaziergang entlang der Jalen Subak Sok Wayah, vorbei am Tori Cafe, dem Green Lander Restaurant, dem Rajah Coffee Ubud und an weiteren Restaurants und Cafes bis zum Stadtrand von Ubud. Am besten geht ihr früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht noch schöner ist und auch die Temperaturen angenehmer sind.
Highlights rund um Ubud
Tegallalang Reisterrassen
Falls ihr nicht genug von Reisterrassen bekommen könnt, sind Tegallalang Rice Terraces vielleicht genau das richtige für euch. Sie liegen etwa 20–30 Minuten nördlich von Ubud und sind eine der ikonischsten Landschaften Balis. Die Reisterrassen ziehen sich in Stufen den Hang hinunter, dazwischen verlaufen schmale Pfade, Aussichtspunkte, Cafés und die Instagram-Bali‑Schaukeln. Wir hatten es uns eigentlich einige male vorgenommen, haben uns dann aber immer für andere Ausflugsziele entschieden, und den Blick über die Reisterrassen am Weg nach Amed genossen.
Pura Tirta Empul Wassertempel
Der Wassertempel Pura Tirta Empul liegt etwa 30–40 Minuten von Ubud entfernt und ist einer der wichtigsten hinduistischen Tempel Balis. Berühmt ist er für seine Becken mit heiligen Quellen, in denen Gläubige Reinigungsrituale durchführt werden. Auch Besucher können daran teilnehmen, wenn sie die Kleiderordnung und Abläufe beachten. Hier solltet ihr aber definitiv genug Zeit einplanen – besonders zur Hauptreisezeit können sich schon vor dem Eingang Schlangen bilden. Als wir vor Ort waren, standen bereits früh morgens einige Reisebusse am Parkplatz, deshalb sind wir direkt weiter zu einem nicht weniger beeindruckenden Tempel als Alternative!
Pura Gunung Kawi Sebatu
Als ruhigere Alternative zu Pura Tirta Empul können wir den Pura Gunung Kawi Sebatu sehr empfehlen. Der Tempel liegt eingebettet in sattes Grün, mit großen Wasserbecken, Fischteichen und mehreren Schreinen und bietet schon bei Ankunft einen genialen Blick! Insgesamt ist es hier auch deutlich entspannter und weniger überlaufen als beim Pura Tirta Empul Tempel, auch weil er etwas weiter entfernt ist von Ubud. Wir waren fast alleine in der Tempelanlage und haben es sehr genossen und fanden uns hier deutlich besser aufgehoben. Ideal ist ein Besuch am Vormittag und kombiniert mit einem der umliegenden Highlights, zum Beispiel dem Tukad Cepung Waterfall, eine der Reisterrassen oder wie wir, dem Penglipuran Village.
Penglipuran Village
Das Penglipuran Village gilt als eines der „traditionellsten Dörfer“ Balis und wird oft als Must‑See beworben – wir waren dort, hätten uns den Besuch aber im Nachhinein sparen können. Das Dorf besteht hauptsächlich aus der Hauptgasse und diese ist sehr inszeniert und jeder Quadratzentimeter mit Verkaufsständen gefüllt. Bei den meisten Nebengassen oder Höfe ist es leider nicht möglich sie zu erkunden. Wir hatten uns einiges erwartet, hätten die Zeit im Nachhinein aber lieber anders genutzt.
Solltet ihr trotzdem Lust auf einen Besuch des Dorfes haben, nehmt euch am besten einen privaten Fahrer, der vor Ort auf euch wartet und euch auch wieder zurück bringt. Vor Ort ist es schwierig, spontan einen Fahrer oder ein Taxi zurück zu bekommen, vor allem nachmittags, was bei uns dazu geführt hat, dass wir rund eineinhalb Stunden auf den nächsten Grab-Fahrer gewartet haben. Wenn eure Zeit auf Bali begrenzt ist, würden wir eher andere Ziele rund um Ubud priorisieren.
Goa Gajah, Elefantenhöhle
Goa Gajah, die sogenannte Elefantenhöhle, befindet sich nur etwa zehn Minuten Fahrt südöstlich von Ubud. Bekannt sind sie für ihren in Fels gehauenen Höhleneingang mit Skulpturen und Ornamenten. Vor den kleinen Höhlen findet ihr verschiedene Schreine mit Badebecken und weitere Tempelanlagen. Der Tempel lässt sich gut mit anderen Tempeln oder Wasserfällen, wir waren davor beim Tegenungan Wasserfall, kombinieren und ist in rund einer Stunde entspannt zu besichtigen. Falls ihr genug Zeit habt, erkundet auch die umliegenden Wege durch den Dschungel bis zum etwas tiefer gelegenen Fluss. Das Ufer ist nicht nur ein toller Fotospot, sondern auch ein guter Ort um etwas zu entspannen, bevor es zurück geht ins Verkehrschaos von Ubud!
Wasserfälle bei Ubud
Rund um Ubud liegen mehrere Wasserfälle, die sich gut als Halbtagestour kombinieren lassen. Zum Beispiel Tegenungan, Tibumana oder Sumampan. Einige sind eher trubelig mit Restaurants und Fotoplätzen, andere bestimmt ruhiger und naturbelassener. Mit Roller oder Fahrer könnt ihr auch zwei oder drei Wasserfälle beziehungsweise Tempel an einem Tag ansteuern und zwischendurch in lokalen Warungs essen. Da wir bereits in Malang einen Ausflug zum atemberaubenden Tumpak Sewu Wasserfall gemacht haben, waren wir auf Bali nur noch beim Tegenungan Wasserfall, welcher uns auch richtig gut gefallen hat. Wir haben uns dafür einen Fahrer für sechs Stunden genommen und waren am Rückweg nach Ubud noch beim Goa Gajah.
Essen in Ubud
Ubud hat eine unglaublich vielfältige Gastro-Szene und ist perfekt für alle, die gutes Essen, leckeren Kaffee und gemütliche Atmosphäre suchen. Besonders gefallen haben uns die Ubud Coffee Roastery, das Lazy Cats Cafe und das Kopi Pangeran Ubud. In den Reisfeldern findet ihr zum Beispiel das Tori Cafe und das Boodaya Coffee Ubud, von Specialty Cafes bis zu Brunch-Spots ist alles dabei.
Bei den Restaurants ist uns vor allem das Compound Warung in Erinnerung geblieben. Aber auch im Sweet Orange Warung hat es super geschmeckt und die Lage in den Reisfeldern ist einfach traumhaft. Falls ihr irgendwann keine Lust mehr auf balinesische Küche habt, ist das in Ubud auch kein Problem, hier findet ihr alles, von der napolitanischen Pizzeria bis zum hippen Burger-Grill.
Unterkünfte in Ubud
Von unserer Unterkunft, der Galang Hari Villa, inmitten der Reisfelder waren wir mehr als nur begeistert. Neben der Lage hat uns auch der erfrischende Pool sehr gut gefallen! Auch unser Zimmer war sehr geräumig, sauber und für unsere Ansprüche war auch die Ausstattung mehr als nur in Ordnung. Ein besonderes Highlight war auch das Frühstück am Balkon mit Blick über die Reisfelder.
Aber natürlich hat Ubud auch Luxus pur zu bieten. Südlich vom Stadtzentrum findet ihr zum Beispiel das SereS Springs Resort & Spa Singakerta*, die Bewertungen sind durchwegs sehr gut und den privaten Pool oder eine der Massagen im Spa hätten wir bestimmt auch genossen.
Auf unseren Spaziergängen durch die Reisfelder haben wir auch des öfteren das Visesa Ubud Resort bestaunt, da es auch nördlich des Stadtzentrums, am Weg zu unserer Unterkunft lag. Auch hier sind die Rezessionen sehr gut und buchen könnt ihr es zum Beispiel bei Agoda*.
Natürlich hat Ubud auch tolle Hostels zu bieten. Zum Beispiel das Savanna Ubud* etwas außerhalb des Zentrums. Hier könnt ihr sowohl private Doppelzimmer, als auch Mehrbettzimmer buchen. Ebenfalls gibt es einen kleinen Fitness- und Yogabereich und einen Pool zum abkühlen. Im Stadtzentrum liegt das Ubud Tropical*, private Zimmer gibt es hier keine, aber die Bewertungen sind sehr gut.
Fazit & next Steps
Ubuds Vibes sollte man definitiv einmal erlebt haben. Die Stadt vereint wie kaum ein anderer Ort auf Bali Kultur, Kulinarik und Entspannung, aber auch das typisch balinesische Verkehrschaos, von dem man inmitten der Reisfelder oft kaum etwas mitbekommt. Wenn ihr genug von Yoga und Massagen habt, ist Ubud außerdem der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Unser persönliches Highlight war der Pura Gunung Kawi Sebatu.
Von Ubud aus ging es für uns weiter an die Ostküste Balis nach Amed. Nach einer rund zweieinhalbstündigen Fahrt erreicht man dort ein entspanntes Unterwasserparadies, das sich besonders für Schnorchel-Fans lohnt. Amed war für uns der perfekte Kontrast zum lebhaften Ubud und ein Ort, an dem wir das Schnorcheln schätzen und lieben gelernt haben.
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Zur Insonesien-Rundreise: Indonesien-Rundreise mit Zug → hier
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