Yogyakarta Reisetipps: Highlights und Tempel

Yogyakarta, das kulturelle Herz Javas, stand wegen seinen Tempel-Highlights auf unserer Liste und hat uns auch aufgrund seiner entspannten Vibes überrascht. Als perfekter Stopp nach Jakarta haben wir zwei Nächte genutzt, um Borobudur und Prambanan zu erkunden – aus unserer Sicht absolute Pflichtpunkte auf einer Reise über die Insel Java. Die Stadt eignet sich ideal für Kultur-Liebhaber, aber auch leckeres authentisches Essen findet man hier an vielen Ecken. 

Highlights in Yogyakarta

Yogyakarta selbst lebt von seiner javanischen Kultur und entspannten Atmosphäre – ideal für einen Mix aus Stadt und Tempeln. Was ihr aber auf jeden Fall bei eurer Planung berücksichtigen solltet, jeden Montag haben sämtliche kulturellen Einrichtungen in und um Yogyakarta geschlossen! Wir hatten das während unserer Planung leider nicht berücksichtigt und somit die meisten Highlights in Yogya, wie die Stadt von Einheimischen genannt wird, verpasst.

Kraton-Palast & Taman Sari

Der Kraton ist der Palast des Sultans von Yogyakarta, ein wunderschönes Bauwerk und Herz der javanischen Kultur. Hier findet ihr auch Museum und tägliche Tanzaufführungen. Aber achtet darauf, das sämtliche kulturellen Einrichtungen in Yogya am Montag geschlossen sind. Wir haben darauf leider nicht geachtet und hatten alle Museen und Tempel in Yogyakarta für einen Montag eingeplant und konnten daher leider keine davon besuchen.

Nicht weit entfernt liegt Taman Sari, das Wasserpalast mit unterirdischen Bädern, Tunneln und Gärten – fotogen und voller Geschichte. Beide liegen zentral, ihr könnt also einen halben Tag dafür einplanen und sie gemeinsam Besichtigen. Ebenfalls nicht weit entfernt liegt das Museum Sonobudoyo Yogyakarta. Hier könnt ihr mehr über die Kultur und Handwerkstechniken Javas erfahren. Falls ihr Abends in der Nähe seit können wir euch einen Abstecher zum Kidul Plaza empfehlen. Unter Tags ein unscheinbarer Platz, erwacht er sobald es dunkel wird zum Leben und ihr findet unzählige Streetfood Stände und Marktverkäufer. 

Malioboro Street und Kotagede

Malioboro ist die lebendige Hauptstraße Yogyakartas. Hier findet ihr verschiedene Märkte mit Batik-Textilien, Streetfood und Souvenirs rund um die Uhr. Bei Batik handelt es sich um eine Jahrhunderte alte Technik des Textilfärbens, welche ursprünglich aus Indonesien stammt. Abends füllen Musiker und Essensstände die Straße – ideal zum Bummeln und Probieren lokaler Gerichte wie Gadeg Rice.

Kotagede ist das historische Zentrum der javanischen Silberschmiedekunst und das seit dem 15. Jahrhundert. Entlang der Einkaufsstraßen findet ihr Dutzende kleiner Werkstätten und Läden mit handgefertigtem Silberschmuck – Ringe, Ohrringe und filigrane Ketten mit etwas Glück direkt vor euren Augen geschmiedet. Die Tradition reicht zurück in die Mataram-Zeit, als Kotagede Königreichshauptstadt war. Perfekt für einen kleinen Bummel durch einen weniger touristischen Stadtteil von Yogya. Wir sind entlang der Jl. Kemasan und der Jl. Mondorakan und anschließend zurück in Richtung Stadtzentrum. Besonders in Erinnerung blieben uns die Schauräume von HS Silver, hier könnt ihr auch Führungen durch die Manufaktur machen, dafür waren wir aber leider zu spät dran. Unseren Silberschmied-Kurs haben wir aber später in Ubud nachgeholt.

Highlights um Yogyakarta

Unsere persönlichen Highlights in Yogyakarta lagen nicht im Stadtzentrum, sondern rund eine Stunde entfernt: die mächtigen Tempelkomplexe Borobudur und Prambanan. Schon während unseres Architekturstudiums hörten wir beide viel über den größten hinduistischen Tempel Südostasiens und das weltweit größte buddhistische Heiligtum. Ehrlich gesagt haben wir vorab lange überlegt ob wir beide Tempel besuchen, aber im Nachhinein hätten es bereut, nicht beide zu besuchen!

Prambanan Tempelkomplex

Mit dem Bau des Prambanan Tempel wurde 856 nach Christus begonnen. Der Komplex zählt über 240 Tempel auf einer Fläche von über einem Quadratkilometer, davon drei große Haupttürme, den wichtigsten Gottheiten des Hinduismus geweiht. Der größte davon ist beeindruckende 47 Meter hoch, die beiden anderes haben eine Höhe von 33 Meter. Gebaut wurde die Tempelanlage aus über 500.000 Tonnen Gestein und auch heute ist sie trotz vieler, Aufgrund von unzähligen Erdbeben, zusammengefallenen Tempel sehr imposant. Neben dem Chandi Prambanan könnt ihr mit dem Ticket auch das Chandi Lumbung und das Chandi Sewu erkunden, vor allem letzteres können wir euch sehr empfehlen. Hier könnt ihr in Ruhe und abseits der Massen des Prambanan Tempel die ebenfalls sehr imposante Tempelanlage erkunden. Plant für die gesamte Anlage mindestens zwei Stunden vor Ort ein, wir hätten hier aber noch deutlich mehr Zeit verbringen können. 

Die Tempelanlage ist vor allem beliebt als hinduistisches Ausflugsziel für Schulklassen aus Indonesien und anderen Regionen Südostasiens, stellt euch vielleicht auch darauf ein, dass ihr eventuell auch selbst zur Attraktion werdet. Wir wurden um einige Fotos mit uns gebeten, unangenehm oder unhöflich war es aber zu keiner Zeit. Tickets oder Touren bekommt ihr auf der offiziellen Seite des Tempels, aber auch über Klook* oder GetYourGuide*. Die Tickets kosten 400.000 IDR, rund 22€ pro Person.

Uns hat der Tempelkomplex mit seiner Vielzahl an Tempel und Weitläufigkeit mindestens genauso sehr beeindruckt wie der Borobudur Tempel, und wir können euch einen Besuch sehr ans Herz legen. Je nach Verkehr ist er aus Yogyakarta in 30 bis 45 Minuten entweder per Grab oder Gojek, oder als Teil einer Tour erreichbar. 

Borobudur Tempel

Der Borobudur ist das größte buddhistische Heiligtum der Welt – UNESCO-Weltkulturerbe. Der Tempel wurde zwischen 778 bis 850 nach Christus erbaut und besteht aus über 55.000 Kubikmeter Vulkangestein. Er umfasst neun Hauptplattformen mit über 500 Buddha-Statuen, davon 72 in Stupas auf der obersten Ebene des Tempels. Der Tempel wurde auf einer riesigen Fläche von 123 x 123 Meter errichtet und entlang der Terrassen der unterschiedlichen Plattformen werden auf über 2.600 Reliefs, Ausschnitte aus Buddhas Leben gezeigt. Der Besuch des Tempels ist nur im Zuge einer Führung möglich, um die Menschenmassen, welche den Tempel besuchen wollen zu verringern. Vor oder nach der Tour könnt ihr euch aber frei am Gelände bewegen. Ihr solltet euer Ticket am besten einige Tage bis Wochen vorab reservieren, je nachdem wie flexibel ihr seit. 

Wie auch der Prambanan Tempel ist der Borobudur Tempel gemütlich mit Grab oder Gojek erreichbar. Ihr brauch von Yogya rund eine bis eineinhalb Stunden, wie immer in Indonesien, abhängig vom Verkehr. Für die beliebte Sunrise-Tour* heißt es also sehr früh aufstehen. 

Unser Tipp: Falls ihr nur wenige Tage Yogyakarta verbringt, plant die Tempel am selben Tag. Wir haben uns in der Unterkunft einen Fahrer für den ganzen Tag gebucht, zuerst ging es für einige Stunden zum Prambanan Tempel, bevor es mit einem kurzen Zwischenstop zur Stärkung weiter zum Borobudur Tempel ging. Unsere Tickets haben wir so gelegt, das wir den Sonnenuntergang am Tempel erleben, was wirklich sehr beeindruckend war. Natürlich könnt ihr auch Touren mit Führungen zu beiden Tempel über GetYourGuide*, Klook* oder andere Plattformen buchen, was auch nicht teurer ist als der Fahrer. 

Essen und Trinken in Yogyakarta

Yogyakartas Küche mischt javanische Klassiker mit modernen Cafés – unser netter Host vom Omah Konco hat uns ebenfalls einige tolle Spots empfohlen auf welche wir sonst nie gekommen wären.

Das Waroeng Spesial Sambal "SS" Plengkung Gading – die Top-Empfehlung unseres Hosts: Über 20 hausgemachte Sambals zu Reis und Beilagen, von scharf bis extrem scharf und authentisch, super lecker und günstig! In der Karte ist zum Glück angemerkt wie scharf welche Gerichte sind, wir wollten trotzdem einmal die scharfe Version probieren, auch wenn uns unser Host, sowie das Service Personal davon abgeraten hat, zurecht wie sich herausstellte. Ebenfalls richtig lecker war es bei Bakmi Gandhok Kadipaten, auch das Ambiente mit Sitzplätzen und "Schauküche" im Innenhof fanden wir toll. 

Auch tolle Cafes hat Yogyakarta zu bieten, zum Beispiel Tujuan, hier gibts von Kaffee über Kuchen bis hin zu Nasi Goreng alles, also ein perfekter und ruhiger Zwischenstop nach der Erkundung des Stadtzetrums. Überraschend leckere französische Süßwaren gibt es bei Petit Paris Boulangerie, falls euch das nicht zusagt findet ihr nicht weit entfernt das Jeeva Yogyakarta. In Kotogede auf unserer Liste waren noch das Nest Coffee & Donuts, oder etwas zentraler das Omah Dhuwur Dining & Coffee. 

Weiters auf unserer Essenspot-Liste waren noch das Warung Bu Ageng, das Bedhot Resto, das Sekar Kedhaton Restaurant und das Pondok Bakaran Giwangan. Diese konnten wir aber leider in unserer kurzen Zeit in Yogya nicht mehr testen.

Unterkünfte in Yogyakarta

Wir haben im Omah Konco Yogyakarta* übernachtet: Ein einfaches aber gemütliches Gästehaus mit super nettem Host, sehr zentral – sauber, ruhig und herzlich. Ideal für Paare oder zu zweit reisende. Wir waren sehr glücklich mit unserer Wahl.

Bevorzugt ihr Hotels findet ihr in Yogyakarta ebenfalls ausreichend Möglichkeiten, zum Beispiel das ibis Yogyakarta Adi Sucipto*, das Yogyakarta Marriott Hotel*, oder zentraler das 101 Style Yogyakarta Malioboro*.

Auch Hostel Fans kommen in Yogyakarta voll auf ihre Kosten, wie im Ranasa Hostel Yogyakarta*, im Venezia Garden*, oder im Huma Yogykarta Hostel*. Alle sind in sehr guter zentraler Lage und in allen gibt es auch private Doppelzimmer, im Venezia Garden könnt ihr euch sogar im Pool abkühlen.

Fazit & next Steps

Die Highlights in Yogyakarta sind ohne jeden Zweifel die beiden mächtigen Tempelanlagen, Borobudur und Prambanan. Aber auch die Stadt selbst hat ein paar Attraktionen zu bieten, plant am besten drei Tage für euren Aufenthalt in Yogya ein und beachtet das jeden Montag sowohl die Tempel als auch die kulturellen Einrichtung in der Stadt geschlossen sind. 

Weiterlesen:

  • Zur Insonesien-Rundreise: unsere Reise durch Java und Bali → hier

  • Alle Tipps zu Indonesien: beste Reisezeit & Zugfahren → hier
  • Unser nächster Stop: Naturschauspiele um Malang → hier
  • Jakarta Reiseguide: Die besten Tipps → hier
  • Noch mehr Reisetipps zu anderen Ländern: Unsere Sri Lanka Reise → hier

Hinweis: Einige Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber buchst, erhalten wir eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Diese Links sind mit einem * gekennzeichnet.