Malang Reisetipps: Stadt-Highlights, Bromo und Tumpak Sewu

Malang hat uns vor allem mit seiner entspannten Atmosphäre, viel Grün und einigen schönen Plätzen zum Spazierengehen überrascht. Die Stadt eignet sich perfekt als Basis, um sowohl die kolonial geprägten Viertel als auch die Naturhighlights rundherum zu erkunden. Unsere Highlights lagen dabei sowohl direkt in Malang als auch draußen im Semeru‑Tengger‑Massiv mit Mount Bromo und den Wasserfällen.

Mehr zu unserer Indonesien Reise findet ihr hier: Unsere Route durch Indonesien und alle Tipps.

Sehenswürdigkeiten in Malang

Malang selbst überzeugt mit charmanten, grünen Ecken und kolonialem Flair, die sich auch perfekt für entspannte Spaziergänge eignen. Wir würden euch auf jeden Fall empfehlen auch für einen Tag die Stadt zu erkunden und nicht nur die beeindruckende Natur in der Umgebung zu erkunden!

Alun Alun Tugu Malang

Rund um den Alun Alun Tugu Malang bekommst du ein erstes Gefühl für die Stadt: der kreisrunde Park mit dem markanten Tugu‑Monument, Seerosenbecken und Blick auf das Rathaus ist besonders am frühen Morgen und abends schön für einen kurzen Spaziergang. Direkt nebenan liegt auch das bekannteste Hotel der Stadt, das Hotel Tugu mit dem dazugehörigen Cafe und dem Melati Restaurant.

Malang & Flower Market

Ganz in der Nähe liegt der Malang & Flower Market, wo du zwischen Blumenständen und Pflanzenläden bummeln kannst – die angrenzende Straße, die Jl. Brawijaya, mit Tierverkäufen würden wir beim nächsten mal allerdings klar meiden. Falls ihr nicht sowieso in der Umgebung seid, verpasst ihr aber nichts wenn ihr den Blumenmarkt nicht besucht. 

Ijen Street 

Entlang der Ijen Street reiht sich gepflegte Kolonialarchitektur aneinander, die breite, von Bäumen gesäumte Allee eignet sich super für einen entspannten Spaziergang – auch entlang des Taman Dempo, einen ruhigeren kleinen Park, den wir für uns alleine hatten. Ein architektonisches Highlight ist die Katedral Santa Perawan Maria dari Gunung Karmel an der Ijen Street, eine Kirche im europäischen Stil aus den 1930er‑Jahren, die abends stimmungsvoll beleuchtet ist.

Kampung Warna Warni

Das Kampung Warna Warni liegt nur wenige Minuten vom Alun Alun Tugu entfernt, ist das fotogenste Viertel Malangs: Ein ganzes Viertel in knalligen Farben übermalt – Häuserwände in Regenbogenfarben, bunte Treppen und Dächer laden zu tolle Fotos ein. Ursprünglich ein Slum, wurde das Viertel seit 2016 durch ein Community-Projekt in eine Touristenattraktion verwandelt. Die Einnahmen durch die Eintrittspreise kommen den vor Ort lebenden Familien zu gute, der Eintritt kostet rund 50 Cent und ein kleines Souvenier gibts obendrein. Die engen Gassen mit Street-Art, kleinen Läden und tollen Blick machen es perfekt für 30–60 Minuten Bummeln. Direkt daneben liegt auch das Arema Blue Village – komplett in Blau gehalten.

Klenteng Eng An Kiong

Nicht weniger farbenprächtig als das Viertel Kampung Warna Warni zeigt sich der Klenteng Eng An Kiong. Einer der ältesten chinesischen Tempel Malangs aus dem 19. Jahrhundert. Die Tempelanlage mit seinen roten Laternen, goldenen Drachen, bunten Wandgemälden und aufwendigen Schnitzereien hat uns sehr gut gefallen und wir waren sehr froh darüber sie zufällig entdeckt zu haben. Wir können euch einen kurzen Besuch nur empfehlen, die 20–30 Minuten Aufenthalt, abseits der Mainstream-Spots fühlen sich wie eine kleine Meditation an.

Sehenswürdigkeiten um Malang

Um Malang liegen zwei absolute Natur-Highlights: das dramatische Mount Bromo-Vulkangebiet mit seinem Sandmeer und rauchenden Krater sowie der spektakuläre Tumpak Sewu Wasserfall, bei dem sich Dutzende Ströme über eine riesige Felswand stürzen. Aber auch weitere Spots bieten beeindruckende Landschaften, die Java von seiner natürlichen Seite zeigen. Vom Stadtzentrum aus erreichst du die Highlights in 2–3 Stunden mit privatem Fahrer oder Tour.

Mount Bromo

Der größte Klassiker ab Malang ist der Mount Bromo im Bromo‑Tengger‑Semeru Nationalpark – das Vulkantal mit Sandmeer und den Kratern ist landschaftlich spektakulär. Die berühmte Sunrise‑Tour* mit Jeep‑Kolonnen und Aussichtspunkt ist zu einer richtigen Ikone geworden, und wird nahezu überall angeboten. Ab Malang dauert die Anfahrt in etwa zwei bis drei Stunden und auf der Ladefläche der Jeeps kann es durchaus holprig und unbequem werden. Um pünktlich zum Sonnenaufgang anzukommen heißt es noch dazu sehr früh aufstehen! Und landschaftlich lohnt es sich auf jeden Fall!

Inzwischen sind sowohl der Aussichtspunkt, der King Kong Hill, als auch der Mount Bromo selbst aber leider extrem überlaufen. Und vor allem das sich Touristen den Mount Bromo mit Pferden auf rutschigsten Sand hinaufreiten lassen hat uns ziemlich schockiert. Noch ein kleiner Tipp am Rande, merkt oder fotografiert euch vorab euren Jeep um ihn wieder zu finden. Es scheint vielleicht banal, aber unter hunderten Jeeps ist der richtige nicht ganz so einfach wieder zu finden. Nach zirka 45 Minuten ist es uns schlussendlich aber doch noch gelungen. Buchen könnt ihr die Sunrise-Tour unter anderem über GetYourGuide* oder Klook*

Nach unserer Erfahrung würden wir die Sunrise-Tour nicht nochmal buchen. Stattdessen würden wir versuchen das Semeru‑Tengger‑Massiv individueller zu erkunden. Falls die Sunrise Tour auch nichts für euch ist, wäre eventuell eine Tour am Nachmittag oder Abend zu Sonnenuntergang eine Option. Dazu könnt ihr bestimmt einen privaten Fahrer vor Ort buchen.

Würden wir nochmals zum Mount Bromo reisen, würden wir für ein bis zwei Nächte in Cemorolawang, direkt am riesigen Krater, übernachten und Wanderungen auf eigene Faust unternehmen. 

Tumpak Sewu Wasserfall

Unser zweites großes Highlight war der Tumpak Sewu Wasserfall, etwa 2–3 Stunden, abhängig vom Verkehr, von Malang entfernt – einer der beeindruckendsten Wasserfälle Javas mit halbkreisförmiger Felswand und unzähligen Wasserströmen. Schon der kurze Weg hinunter durch den Dschungel ist toll gelegen und wenn ihr halbwegs trittsicher seid aus unserer Sicht auch gut zu bewältigen. Unten am Wasserfall seid ihr – je nach Tageszeit – oft fast alleine unterwegs, zumindest war es bei unserem Besuch nicht überlaufen. Wenn ihr schon am Fuße des Tumpak Sewu angekommen seid, spaziert am besten die gesamte Schlucht entlang. Entlang der Schlucht findet ihr weitere Wasserfälle und auch Pools in welchen ihr euch kurz abkühlen könnt. 

Am Rückweg nach Malang bietet sich ein Stopp am ruhigeren Taman Dempo an, um den Tag entspannt im Grünen ausklingen zu lassen und einen ebenso beeindruckenden Wasserfall für euch alleine zu erkunden. Hier lohnt sich auch schon der Ausblick während des kurzen Abstieges zum Wasserfall sehr. Die Tagestour aus Malang könnt ihr vorab gemütlich über GetYourGuide* buchen.

Essen und Trinken in Malang

An gutem Essen mangelt es wie fast überall in Indonesien natürlich auch in Malang nicht. Gerne hätten wir beispielsweise das zum Hotel Tugu gehörende Melati Restaurant getestet, leider war aber kein Platz für uns frei. Dafür haben wir hier tagsüber einen Kaffee und leckeren Kuchen genossen. Auch die Atmosphäre hat uns hier gut gefallen. Zum Abendessen waren wir im nicht weit entfernt liegenden  De'Kajoetangan 1880, auch hier war das Essen sehr lecker, die Atmosphäre aber nicht ganz so toll, für ein schnelles Abendessen hat es aber gereicht. 

Unser absolutes Restaurant Highlight in Malang lag aber etwas außerhalb des Stadtzentrums, in der Nähe unserer Unterkunft. Das Taman Indie Resto hat uns sowohl kulinarisch, als auch mit seiner Lage extrem gut gefallen. Vergesst aber nicht auf den Mückenspray, die idyllische Lage am Fluss hat auch seine Tücken, auch wenn vom Restaurant personal alles getan wird um sie fernzuhalten.

Mit dem The Lust Coffee & Co hatten wir direkt bei unserer Unterkunft ein gemütliches kleines Café. Während unserer drei Tage in Malang waren wir mindestens einmal täglich dort – nicht nur wegen dem leckeren Kaffee, sondern auch wegen der leckeren Kuchen und Snacks.

Unterkünfte in Malang

Unsere Unterkunft, das INNI Homestay, lag etwas außerhalb des Stadtzentrums. Mit Gojek oder Grab seid ihr jedoch in etwa 20 Minuten am Alun-Alun Tugu.

Wir waren rundum zufrieden mit unserer Wahl. Obwohl wir bereits um 8:00 Uhr morgens nach unserer Fahrt mit dem Nachtzug aus Yogyakarta ankamen und der Check-in erst für etwa 15:00 Uhr vorgesehen war – und alle Zimmer belegt waren – durften wir uns auf der Terrasse ausruhen und nach der anstrengenden Zugfahrt ein kleines Schläfchen machen.

Auch darüber hinaus hat uns die Unterkunft überzeugt: Ihr könnt eure Wäsche waschen lassen, es gibt ein super leckeres Frühstück, und sowohl die Zimmer als auch die Aufenthaltsbereiche sind sehr komfortabel eingerichtet. Zu guter Letzt ist auch die Gastgeberfamilie unglaublich herzlich und freundlich. Buchen könnt ihr die Unterkunft unter anderem bei Hostelworld*, Booking.com* oder Agoda*

Wenn ihr im bekanntesten Hotel Malangs übernachten möchtet – was wir bei einem weiteren Besuch definitiv tun würden – ist das im Hotel Tugu Malang* möglich. Allerdings solltet ihr einige Wochen im Voraus buchen, denn eine Übernachtung dort ist auch bei Reisenden aus Indonesien äußerst beliebt. Bei uns war leider kein Zimmer mehr frei, aber zumindest für einen Nachmittagskaffee kamen wir vorbei! 

Beliebte Hostels in Malang sind zum Beispiel das Semeru Hostel Malang*, oder das ELTARI Pine House* etwas außerhalb Malangs gut gelegen für Ausflüge zum Mount Bromo oder dem Tumpak Sewu Wasserfall. 

Fazit & next Steps

Die beliebtesten Attraktionen in Malang sind der Mount Bromo und auch der Tumpak Sewu Wasserfall. Die beiden Spots gehören auch ohne jeden Zweifel auf jede Reiseroute durch Java, ob ihr den Mount Bromo zu Sonnenaufgang besuchen wollt bleibt euch überlassen, tolle Fotos werden dabei auf jeden Fall entstehen!

Aber auch die Stadt Malang selbst hat wirklich schöne Ecken die wir euch empfehlen können, wie das Kampung Warna Warni, der Kelenteng Eng An Kiong, oder einfach einen Bummel entlang der Ijen Street zum Alun Alun Tugu. 

Von Malang aus ging es für uns weiter auf die Insel Bali, genauer gesagt ins kulturelle Zentrum Ubud. Dafür sind wir zunächst nach Surabaya gefahren, um von dort einen Inlandsflug nach Denpasar zu nehmen. Die Flugpreise könnt ihr am besten über Plattformen wie Skyscanner oder Checkfelix vergleichen. Vom Flughafen Denpasar aus ging es anschließend mit Gojek oder einem privaten Fahrer weiter – Letzteren könnt ihr auch bequem vorab online für rund zehn Euro buchen, zum Beispiel bei Expedia* oder Booking* in Kombination mit eurem Flug. Bei guter Verkehrslage erreicht ihr das Zentrum von Ubud in etwa einer Stunde. Je nachdem, wie stark der Verkehr ist – besonders im Süden Balis – kann sich die Fahrzeit allerdings schnell verdoppeln, denn Staus sind hier keine Seltenheit.

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