Tipps für eure Japan Reise

Japan fasziniert mit Tempeln, Tradition und auch Essen – doch eine gute Vorbereitung macht den Unterschied, vor allem für kürzere Reisen. Hier findest du die wichtigsten Infos zu Einreise und Visum, SIM-Karten, IC-Cards und Buchungen welche vorab notwendig sein könnten, damit du sorgenfrei starten kannst.

Einreise und Visum

Als EU-Bürger oder Schweizer Staatsbürger braucht ihr für Aufenthalte bis zu 90 Tagen kein Visum, nur einen gültigen Reisepass, dieser muss aber noch mindestens sechs Monate gültig sein. Ebenfalls müsst ihr euch vorab, oder bei der Einreise Registrieren. Wir haben uns für die elektronische Anmeldung entschieden, um die Einreise zu beschleunigen. Die Registrierung könnt ihr am Portal von Visit Japan Web durchführen.

Am Visit Japan Web Portal könnt ihr übrigens auch euren Tax-free Shopping QR-Code erstellen. Diesen braucht ihr für den steuerfreien Einkauf in vielen Shops Japans, dabei müsst ihr auch immer euren Reisepass vorweisen. Informiert euch zu den Tax-free Einkäufen am besten vorab über die aktuellen Bestimmungen, da sich diese auch öfter ändern. 

Solltet ihr länger als 90 Tage in Japan verbringen wollen, oder aus nicht touristischen Zwecken ins Land reisen, erkundigt euch vorab welches Visum ihr benötigt. Eine gute Anlaufstelle dafür ist die Website der japanischen Botschaft, wichtige Informationen findet ihr auch beim Außenministerium.

IC-Card   

In Japan gibt es die sogenannten IC-Karten, es handelt sich dabei um "Bezahlkarten" welche ihr vor allem für Bus- und Bahnfahrten benötigt, aber auch sonst in Japan, zum Beispiel in den meisten Supermärkten, nutzen könnt oder müsst. Vor allem bei den Verkehrsmitteln führt kein weg daran vorbei. Beim Zutritt in den Bahnhof oder in den Bus haltet ihr eure Karte zum Drehkreuz oder an den Automaten, das selbe macht ihr beim verlassen des Bahnhofes oder des Busses. Dadurch bezahlt ihr automatisch eure zurückgelegte Strecke. Je nach Region heißen die Karten unterschiedlich, zum Beispiel Suica, ICOCA oder Pasmo. Es ist allerdings egal welche dieser Karten ihr verwendet, sie sind alle in ganz Japan gültig!

Aber wie kommt ihr an eure IC-Card? Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder besorgt ihr euch die Karten vor Ort direkt am Flughafen, an größeren Bahnhöfen, oder in Supermärkten. Oder ihr ladet sie vorab in euer digitales Wallet am Smartphone oder eurer Smartwatch.

Wir haben uns für die digitale Karte entschieden. Zumindest für iPhone Nutzer ist die Installation sehr einfach. Öffnet dazu eure Wallet App, klickt auf das kleine Plus im oberen Bereich, wählt ÖPNV-Karte und sucht nach Japan, ICOCA, Suica oder Pasmo. Klickt auf neue Karte hinzufügen und wählt den Betrag aus, mit wie viel ihr die Karte aufladen wollt. Achtet aber darauf, dass ihr den übrig bleibenden Betrag nicht wieder auf ihr Konto laden könnt. Also besser mehrmals aufladen, als auf einmal zu viel. Nach der Aufladung mit einer anderen Karte aus eurem Wallet ist eure IC-Karte im Wallet und ihr bereit für die Japan Reise!  

SIM-Karte

Online zu sein, war während unserer Japan Reise eines der essenziellsten Dinge. Aber nicht für Instagram Storys, oder sonstiges Vergnügen, sonder ganz einfach für die Orientierung und vor allem der Übersetzung von Japanisch in Englisch, oder Deutsch. Dabei habt ihr zwei Möglichkeiten, entweder ihr besorgt euch vor Ort eine SIM-Karte, oder ihr nutzt wie wir eine eSIM. Da wir meist nur ein bis drei Wochen unterwegs sind, entscheiden wir uns sehr gerne für eSIM-Karten um uns die Zeit für die Suche der passenden SIM vor Ort zu ersparen. 

Falls ihr euch ebenso für eine eSIM-Karte entscheidet, vergleicht am besten die gängigen Anbieter um die passende Karte für euch zu finden. Wir haben uns bei unserer Japan Reise für Saily* entschieden und waren super zufrieden. Haben unter anderem aber auch schon gute Erfahrungen mit Holafly gemacht. Genaueres zu den unterschiedlichen eSIM-Karten und was für euch in Frage kommen könnte findet ihr auf unserer Seite Tipps

Züge und öffentliche Verkehrsmittel in Japan

Das beste Tool zum Bahnfahren oder generell für das Navigieren in Japan ist Google Maps. Die angezeigten Verbindungen im Reiter öffentliche Verkehrsmittel in der App sind sehr genau und eine super Hilfe beim Routen planen. Auch die Bahngleise für Abfahrten und Umstiege werden in der App angezeigt. Wie bereits im Punkt IC-Card erwähnt ist diese für sämtliche öffentliche Verkehrsmittel notwendig. Für die meisten Verbindungen sind auch keine Reservierungen notwendig. 

Sitzplätze reservieren könnt ihr bei den japanischen Schnellzügen, den Shinkansen. Oder auch bei diversen Touristen Zügen, wie zum Beispiel bei Verbindungen von Osaka oder Kyoto nach Nara mit dem Kintetsu Limited Express. Reservieren könnt ihr eure Tickets allesamt Online, bei touristischen Verbindungen solltet ihr aber definitiv früh dran sein! Reservieren solltet ihr auch eure Fahrten im Shinkansen, auch das könnt ihr Online auf der Website von JR, oder natürlich auch bei 12go*. Nach der Bezahlung bekommt ihr eure Tickets als QR-Code, diesen verwendet ihr wie ansonsten die IC-Card bei den jeweiligen Drehkreuzen! Aber Achtung, verwendet nur den QR-Code und nicht die IC-Card, ansonsten bezahlt ihr eure Fahrt doppelt! Falls ihr sehr spontan unterwegs seit, gibt es in manchen Shinkansen auch kleine Bereiche welche ohne vorab Reservierung genutzt werden können. 

Für alle die viel unterwegs sind und weite Strecken fahren wollen, gibt es den sogenannten Rail Pass. Diesen könnt ihr sowohl bei Klook*, als auch bei GetyourGuide* vorab kaufen und die passende Variante für euch wählen. Da dieser relativ teuer ist, haben wir uns für unsere zweiwöchige Reise allerdings dagegen entschieden. Vergleicht am besten vorab, was für euch die günstigste Variante ist. Zur Recherche könnt ihr ebenfalls Google Maps verwenden, da zu den meisten Verbindungen auch die jeweiligen Preise angezeigt werden. 

Eine weitere Option sind die sogenannten Area Pässe*. Damit könnt ihr in einer gewissen Region, zum Beispiel East Japan wenn ihr in Tokio seid, für eine ausgewählte Zeit kostenlos Bahnfahren. Eine super Übersicht über die unterschiedlichen Regionen bietet Klook. Beim Kauf der Tickets wählt ihr einfach den gewünschten Zeitraum aus. 

Beim ersten Mal wirkt das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vielleicht noch etwas einschüchternd, wir versichern euch aber, dass sich das sehr schnell ändert. Und auch dank der IC-Karten ist das Bahnfahren in Japan super einfach und entspannt, auch wenn man dadurch vielleicht etwas das Budget aus den Augen verliert.

Hilfreiche Apps

Eine der nützlichsten Apps während unserer Japan Reise war Google Translate. Egal ob zum Übersetzen der Speisekarte, oder einfach zu Kommunikation mit Einheimischen, die nicht gut oder gar nicht Englisch sprechen. Die zweite sehr hilfreiche App ist Google Maps. Natürlich kennt man Google Maps auch aus Österreich oder Deutschland, aber als Navigation in Japan ist die App noch deutlich hilfreicher. Sie zeigt euch nicht nur die gewünschten Verbindungen, sondern auch die Gleise für Ein- und Umstiege, was vor allem bei Beschilderungen auf japanisch überaus hilfreich ist. Wir nutzen in Google Maps auch gerne Offline-Karten. Das hilft bei schlechtem oder keinem Empfang.  

Anders als während unserer anderen Reisen, haben wir in Japan sehr gerne GetyourGuide* oder Klook* verwendet. Tickets waren über die Anbieter teilweise um einiges günstiger als vor Ort, was bestimmt auch am Wechselkurs während unserer Reise lag. Wir haben die Apps allerdings nicht nur zum sparen genutzt, sonder auch zum stöbern welche Highlights es in der Stadt oder der Umgebung gibt. 

Vorab-Buchungen

Für einige Attraktionen ist eine Vorab-Buchung nicht nur sinnvoll, sondern sogar zwingend erforderlich, um einen passenden Zeitslot oder überhaupt einen Platz zu sichern. Recherchiert daher im Vorfeld, welche Highlights ihr unbedingt besuchen wollt und ob Tickets im Voraus nötig sind. Schaut euch am besten auch unsere Beiträge zu Tokio, Osaka oder Kyoto an – dort findet ihr die spannendsten Höhepunkte unserer Japan-Reise zusammengefasst.