Rom - die ewige Stadt 

2024 war für ein verlängertes Wochenende endlich die italienische Hauptstadt an der Reihe, in der ewig langen Liste der Reiseziele. Über den 1. November flogen wir also für vier Tage nach Rom. Das Wetter war absolut perfekt und der erste Eindruck von der Stadt genauso wie erhofft. Nicht umsonst zählt Rom mit seinen Antiken Sehenswürdigkeiten, prachtvollen Kirchen, Museen und den lebendigen Plätzen zu einem der faszinierendsten Reisezielen Europas.

Die Anreise nach Rom

Am schnellsten ist man mit dem Flugzeug von Wien in Rom. Direktflüge dauern etwa eineinhalb Stunden und werden regelmäßig angeboten. Alternativ kann man auch mit dem Zug nach Rom reisen, wir haben uns aber leider aufgrund der Zeiten und der sehr hohen Preise dagegen entschieden. In Rom gelandet, haben wir uns nach kurzer Orientierung, zum Bahngleis aufgemacht. Innerhalb von 30 Minuten ist man mit dem Leonardo Express beim Bahnhof Roma Termini. Mit 14€ ist der Zug zwar doppelt so teuer wie Shuttlebusse, aber auch um einiges schneller und bequemer. Bucht ihr euren Zug vorab online*, könnte ihr auch günstigere Tickets erwischen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rom

Rom ist wie ein Freilichtmuseum, an gefühlt jeder Ecke gibt es etwas zu sehen. Vieles kann man in der Stadt fußläufig erreichen. Am liebsten gehen wir persönlich alles zu Fuß ab, da man so einfach viel mehr von der Stadt sehen und erleben kann und Orte entdeckt, die man sonst vielleicht verpassen würde.

Das wohl bekannteste Wahrzeichen Roms ist das antike Kolosseum, weshalb das natürlich nicht auf unserer To Do-Liste fehlen durfte. Um die endlos langen Schlangen zu umgehen, haben wir uns für eine geführte Tour durch das Kolosseum in Kombination mit dem Forum Romanum entschieden. Die Tickets haben wir bei GetYourGuide* gekauft, die Führungen gibt es in vielen Sprachen, auch auf Deutsch.

Das Kolosseum in Rom ist das größte Amphitheater der Antike und eines der bekanntesten Bauwerke der Welt. Es wurde im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut und diente einst als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe und öffentliche Veranstaltungen.

Das gegenüberliegende Forum Romanum war das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum des antiken Roms. Zwischen Tempeln, Basiliken und Triumphbögen spielte sich hier das öffentliche Leben der Stadt ab. Heute zählen die Ruinen zu den wichtigsten archäologischen Stätten Roms und geben einen eindrucksvollen Einblick in die Antike.

Ebenfalls ein beeindruckendes Bauwerk der Antike ist das Pantheon. Ein Meisterwerk der römischer Architektur. Das Markenzeichen ist die riesige Kuppel mit der mittigen Öffnung. Ursprünglich um 27 vor Christus als Tempel für alle Götter erbaut, wurde es im 7. Jh. in eine christliche Kirche, der Santa Maria ad Martyres umgewandelt. Um auch hier die Schlange zu vermeiden, empfehlen wir einen Zeitslot zu buchen. Die Tickets für das Pantheon haben wir hier* gekauft und waren so innerhalb weniger Minute im Gebäude. Ebenfalls können wir den sehr gut gemachten Audio-Guide empfehlen.

Wüsstet ihr übrigens, dass Rom über 900 Kirchen, darunter viele berühmte Basiliken, Kathedralen und kleinere Kirchen in den Altstadtgassen hat. Besonders hervorzuheben sind die vier Papstbasiliken, der Petersdom, Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterano und San Paolo fuori le Mura.

Was uns zum nächsten Must-Do auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in Rom bringt, der Vatikanstadt. Auch hier gilt es die Tickets frühzeitig zu buchen. Wir haben auch diese über GetYourGuide* inklusive deutschsprachiger Führung und Besichtigung der Kuppel gebucht und es war ein absolutes Highlight. Der Petersdom ist absolut beeindruckend, die riesige Kuppel mit den prächtigen Malereien, unter anderem von Michelangelo, ist einmalig.

Natürlich gibt es in Rom noch viel mehr zu sehen und erleben, aber da wir nur vier Tage vor Ort waren, haben wir uns auf die bekannten Sehenswürdigkeiten konzentriert. Aber auch beim spazieren durch die Stadt kommt man an vielen weiteren bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Trevi-Brunnen, der Spanischen Treppe oder dem Piazza del Popolo vorbei.

Ein Viertel, welches wir euch noch ans Herz legen wollen ist Trastevere. Das malerische und lebendige Stadtviertel in Rom, gelegen am westlichen Ufer des Tibers. Das Viertel besticht durch enge, verwinkelte Gassen, bunten Häuserfassaden und traditionellen Plätzen. Das ganze Viertel erwacht vor allem am Abend zum Leben. Die Restaurants und Bars dort sind gleichermaßen Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Aus unserer Sicht eines der charmanteste Viertel in Rom und eine tolle Empfehlung der Vermieterin unserer Unterkunft. 

Da Rom natürlich unendlich viele Attraktionen zu bieten hat welche an einem einzigen Wochenende leider nicht alle zu erkunden sind, falls ihr aber mehr Zeit in Rom habt haben wir hier noch eine kleine Auflistung für euch:

Sixtinische Kapelle – Michelangelos berühmte Deckenfresken.

Vatikanische Museen – Riesige Kunstsammlung von der Antike bis zur Moderne.

Piazza Navona – Barocker Platz mit lebendiger Atmosphäre und Brunnen.

Castel Sant’Angelo – Historische Festung mit Panoramablick auf Rom.

Basilika Santa Maria Maggiore – Eine der vier Papstbasiliken Roms.

Campo de’ Fiori – Lebendiger Platz mit Markt und Cafés.

Trastevere – Charmantes Viertel mit engen Gassen und italienischem Flair.

Gianicolo-Hügel – Aussichtspunkt über die Kuppeln und Dächer der Stadt.

Villa Borghese & Galleria Borghese – Großer Park mit Kunstsammlung und Erholung.

Essen und Trinken in Rom

Ein tolles Viertel für ein entspanntes Abendessen in Rom ist Trastevere. Wir waren gleich zwei mal vor Ort, da das Viertel auch sehr gut erreichbar ist. Am ersten Abend waren wir in der Trattoria Pizzeria da Gino alla Villetta und das Essen war extrem lecker, auch die Lage an einer etwas ruhigeren Ecke im Viertel hat uns sehr gut gefallen. Bei unserem nächsten Besuch in Trastevere ging es in eines der bekanntesten Lokale im Viertel, zu Come 'na Vorta Pasta e Vino Osteria - Trastevere. Bekannt ist das Lokal vor allem für sein Tiramisu, aber nicht nur das Tiramisu war richtig lecker! Das schwierigste ist aber einen Platz zu finden, am besten kommt ihr am späten Nachmittag um die Stoßzeiten am Abend zu umgehen. Aber natürlich gibt es in Rom genug Alternativen für leckeres Essen, falls ihr in einem eurer Wunschlokale keinen Platz findet.

Unterkünfte in Rom

Wir waren mit zwei Freunden in Rom und hatten eine Apartment im Stadtteil Ostiense, zehn Laufminuten zur nächsten Metro-Station  und direkt an einer Bushaltestelle, an der wir auch gleich ganz herzlich von der Vermieterin empfangen wurden. Die Vermieterin war super nett und wohnt gleich nebenan. Die Küche war bestens ausgestattet und sogar mit sehr vielen Lebensmitteln. Falls ihr eine Unterkunft mit zwei Schlafzimmern sucht, können wir sie zu 100% weiterempfehlen, leider ist die Unterkunft nicht mehr auf Booking oder anderen Plattformen gelistet, buchen könntet ihr sie hier. Nicht weit entfernt im Viertel Ostiense hatten wir diese* Unterkunft, ebenfalls für vier Personen auf unserer Liste.

Wären wir zu zweit nach Rom gereist hätten wir uns vermutlich für das Generator Rome*, in der Nähe des Hauptbahnhofes entschieden. Ein sehr schönes Hostel, auch mit privaten Doppelzimmern. Daniel hat hier schon während einer Exkursion mit der Uni übernachtet und Lage und Preis sind wirklich sehr gut. Nicht ganz günstig sind die Preise für Hotels in Rom, was uns von der Lage aber sehr gut gefallen hätte, sind die Orange Suites*, zwischen Spanischer Treppe und Tiber.

Unser Fazit zu Rom

Anders als erwartet ist Rom nicht einfach ein abhacken von Sehenswürdigkeiten und stressen von A nach B. Natürlich findet ihr in Rom einzigartige antike Bauwerke, weltberühmte Kunstschätze, aber ein bisschen zu unserem Überraschen findet ihr sehr viele lebendige Plätze die von den einheimischen zum Musizieren oder einfach Plaudern genutzt werden, aber genauso ruhigere Orte für ein wenig Erholung. 

Die bunten und lebendigen Straßen spiegeln auf jeden Fall die italienische Lebensfreude wider und gemischt mit den Sehenswürdigkeiten verleihen sie der Stadt einen einzigartigen Charme, den wir sonst noch nirgends gefunden haben. Unsere vier Tage gingen auf jeden Fall viel zu schnell rum und wir haben sicher nur einen Bruchteil Roms gesehen, deshalb haben wir uns fest vorgenommen sehr bald wieder zu kommen.