Mailand - die italienische Metropole der Mode
Ende Mai 2025 sind wir für 2 Nächte in Italiens Modehauptstadt gefahren. Die dynamische Metropole, die historische Sehenswürdigkeiten wie den Mailänder Dom* mit moderner Architektur, Mode und Wirtschaft verbindet, eignet sich aus unserer Sicht super für einen Kurztrip. Weltberühmte Kunst, elegante Einkaufsstraßen und lebendige Stadtviertel prägen das Stadtbild. Die Stadt steht für Innovation, Stil und kulturelle Vielfalt und zählt zu den wichtigsten Städten Italien, umso gespannter waren wir, wie wir es dort finden würden.
ANREISE NACH MAILAND
Die Anreise von Wien nach Mailand ist sowohl mit dem Flugzeug als auch mit dem Zug gut möglich. Mit dem Flugzeug erreicht man Mailand am schnellsten. Direktflüge dauern etwa 1,5 Stunden. Wir sind am Flughafen Mailand-Bergamo gelandet. Alternativ bietet sich auch eine Zugreise an, die je nach Verbindung etwa 9–11 Stunden dauert. Die Zugfahrt ist zwar länger, soll aber eine landschaftlich reizvolle Strecken durch die Alpen sei, vielleicht beim nächsten Mal.
Angekommen am Flughafen Bergamo haben wir den einfachsten und kostengünstigsten Transfer ins Zentrum gesucht. Die beste Verbindung für ca. 10€ ist der Shuttlebus, der alle 20-30 Minuten vom Flughafen losfährt. Bis zum Hauptbahnhof Milano Centrale dauert es dann noch 50-60 Minuten und dann kann der Städtetrip auch schon losgehen.
SIGHTSEEING IN MAILAND
Das wohl bekannteste Wahrzeichen von Mailand ist der Mailänder Dom (Duomo di Milano). Deshalb durfte dieser natürlich nicht fehlen. Mit seiner beeindruckenden gotischen Fassade, den unzähligen Türmchen und der begehbaren Dachterrasse gehört er zu den größten Kirchen der Welt. Die Tickets für unseren Besuch haben wir über GetYourGuide* gebucht. Nach kurzem Anstehen durften wir uns auch schon auf den Weg nach oben machen. Von dort hat man einen tollen Blick über Mailand und einen direkten auf die gegenüberliegende Einkaufspassage. Die elegante Galleria Vittorio Emanuele II, eine prachtvolle Passage mit Glasdach, luxuriösen Geschäften und traditionellen Cafés, die zum Flanieren und Bestaunen einlädt. Aber auch Innen hat der Dom einiges zu bieten, seht es euch am besten bei eurem Besuch selbst an, wir können es nur wärmstens empfehlen.
Ein weiteres kulturelles Highlight ist das Kloster Santa Maria delle Grazie, in dem sich Leonardo da Vincis weltberühmtes Gemälde „Das letzte Abendmahl*“ befindet. Solltet ihr euch das Kunstwerk anschauen wollen, dann denkt daran rechtzeitig Tickets zu kaufen, wir haben es leider vergessen und dann kurzfristig keine mehr bekommen. Gut, dass es noch genug anders in Mailand zu bestaunen gibt.
Ein weiteres historisches Bauwerk ist das Castello Sforzesco, eine mächtige Burg aus der Renaissance, die heute mehrere Museen beherbergt. Dahinter erstreckt sich der Parco Sempione, eine grüne Oase mitten in der Stadt. Auch das Opernhaus Teatro alla Scala genießt Weltruhm und gilt als eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt.
Moderne Architektur zeigt sich im Viertel Porta Nuova mit seinen Wolkenkratzern und dem bekannten Bosco Verticale, zwei begrünten Hochhäusern. Auf Balkonen und Terrassen wachsen über 900 Bäume sowie Tausende Sträucher und Pflanzen, die zur Verbesserung der Luftqualität, zur Kühlung des Stadtklimas und zur Förderung der Artenvielfalt beitragen. Entworfen wurde das Projekt vom Architekten Stefano Boeri und erhielt internationale Auszeichnungen, darunter den Preis als bestes Hochhaus der Welt.
Neben dem Centro Storico gehören die Stadtviertel Brera und Navigli zu den beliebtesten und charakterstärksten Gegenden Mailands und zeigen zwei sehr unterschiedliche Seiten der Stadt.
Brera liegt im Herzen Mailands und gilt als eines der elegantesten Viertel der Stadt. Geprägt wird es von schmalen, gepflasterten Straßen und historischen Gebäuden. Das kulturelle Zentrum des Viertels ist die Pinacoteca di Brera*, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Italiens. Rund um die Accademia di Belle Arti hat sich seit Jahrhunderten eine künstlerische Szene entwickelt. Neben Kunstgalerien finden sich hier stilvolle Boutiquen, traditionelle Cafés und gehobene Restaurants.
Navigli ist vor allem für seine historischen Kanäle bekannt, die teilweise auf Entwürfe von Leonardo da Vinci zurückgehen. Das Viertel liegt südwestlich des Zentrums und ist deutlich lebendiger und ungezwungener als Brera. Entlang der Kanäle reihen sich Bars, Restaurants und kleine Läden aneinander, die besonders abends für eine ausgelassene Stimmung sorgen. Navigli gilt als Zentrum des Mailänder Aperitivo-Lebens.
Zu guter Letzt hatten wir uns noch dazu entschieden uns die Fondazione Prada anzuschauen, eines der bedeutendsten Zentren zeitgenössischer Kunst und Kultur. Uns hat vor allem die Architektur interessiert. Das Architekturbüro OMA unter Rem Koolhaas hat ein ehemaliges Industrieareal modern umgestaltet und verbindet alte Gebäude mit avantgardistischer Architektur. In wechselnden Ausstellungen werden internationale Kunst, Film, Fotografie und Architektur präsentiert. Tickets bekommt ihr direkt vor Ort.
Unser letztes Highlight in Mailand war der Cimitero Monumentale. Der wirklich außerordentlich fotogene Zentralfriedhof liegt wie der Hauptbahnhof im Norden des Stadtzentrums und eignet sich somit bestens für einen letzten Stopp vor der Heimreise.
Eigentlich wollten wir auch noch die Kunstakademie Mailand (Pinacoteca die Brera) besuchen, leider gab es aber keine Tickets für die Ausstellungen mehr. Solltet ihr also die Ausstellungen besuchen wollen, solltet ihr vorab Tickets* besorgen! In den Innenhof kommt ihr aber auch ohne Tickets.
ESSEN UND TRINKEN IN MAILAND
In Mailand gibt es natürlich unzählige gute Lokale, La Magolfa - Navigli, All'antivo Vinaio haben wir selbst ausprobiert und es war lecker. Für Frühstück oder Kaffee können wir auch Dedans Bistrot und oTTo empfehlen. Wir hatten aber noch ganz viele weitere Lokale auf unserer Liste, die wir von einer lieben Freundin bekommen haben. Nachstehend eine kurze Auflistung, dabei findet ihr bestimmt etwas:
- Amuni Trattoria e Pizzeria Sicula
- Belle Donne Bistrot
- Il Basla
- The Sanctuary Milan
- Nowhere Future Coffee
- EveryDay Milano
- Little Italy Milano
- Café Gorille
- Bar Basso
- Bar Frida
UNTERKÜNFTE IN MAILAND
Wir haben unsere zwei Nächte im C Hotel Rubens verbracht. Die Lage des Hotels ist nicht super zentral, durch seine Nähe zur U-Bahn aus unsere Sicht aber trotzdem gut. Sowohl Zimmer als auch Personal waren sehr gut und wir können es euch guten Gewissens weiterempfehlen. Sucht ihr nach einem Apartment anstelle eines Hotels, ist das Milano Apartments Via Mortara eine tolle Alternative, ebenfalls mit toller Lage. Die Auswahl an Unterkünften in Mailand ist groß, die meisten Unterkünfte findet ihr bei natürlich booking.com.
UNSER FAZIT
Mailand ist so ganz anders, als die anderen italienischen Städte in denen wir bisher waren. Und uns persönlich hat Mailand nicht so wirklich abgeholt, obwohl die Stadt sicherlich einiges zu bieten hat. Es hat uns einfach das italienische Flair/ Lebensgefühl und die engen Gassen gefehlt. Für ein kurzes Wochenende war es interessant mal zu sehen, aber nochmal kommen werden wir eher nicht.





















